Bleaching
Der Weg zu strahlend weißen Zähnen
Viele Menschen wünschen sich strahlend weiße Zähne. Dieses Ideal wird vor allem von der Werbung und vom Fernsehen gezeigt. Schöne, helle Zähne wirken jung und vermitteln eine positive, sympathische Ausstrahlung. Sie gelten als Sinnbild für Gesundheit, Attraktivität und Erfolg. Dunkle oder gelbe Zähne gelten als unästhetisch und werden als Signale für Alter, Krankheit oder mangelnde Pflege wahrgenommen. Sie wirken abstoßend.
Verfärbungen der Zähne können verschiedene Ursachen haben:
- Auswirkungen des natürlichen Alterungsprozesses, einhergehend mit der Einlagerung von Farbstoffen (z.B. Tee, Kaffee, Rotwein, Cola, Nikotin, natürliche Farbstoffe im Obst, Gemüse etc.)
- Nach Wurzelkanalbehandlungen oder einem Trauma können sich einzelne Zähne dunkel verfärben
- Die Einnahme bestimmter Medikamente (Tetrazykline) im Kleinkindalter kann Störungen der Zahnentwicklung und eine Verfärbung nahezu aller Zähne zur Folge haben
- Genetische Störungen können ebenfalls Ursache von Störungen sein
Der Wunsch nach „hellen“ Zähnen lässt sich heute in den meisten Fällen sehr erfolgreich und ohne jegliches gesundheitliches Risiko realisieren. Ausnahme: Durch Tetrazykline verursachte Verfärbungen. Bleaching ist ein wissenschaftlich anerkanntes, sicheres und hochwirksames Verfahren. Es sollte generell nur von geschultem zahnärztlichem Personal durchgeführt werden. An gebleichten Zähnen kann vorübergehende Überempfindlichkeit auftreten, durch Bleaching verursachte Schäden sind jedoch ausgeschlossen.
In Apotheken oder Drogerien angebotene Produkte zum Bleaching können zwar ebenfalls sachgerecht verwendet werden, sind aber im Vergleich zum vom Zahnarzt betreuten Bleaching wenig wirksam. Hintergrund: Nach Deutschem Medizinproduktegesetz dürfen freiverkäufliche Produkte nur sehr geringe Wirkstoff-Konzentrationen aufweisen. Zugelassen ist hier ein maximaler Wert von 4 Prozent. Zum Vergleich: Zahnärzte arbeiten mit Konzentrationen von bis zu 38 Prozent.
Vitale Zähne können per Home-Bleaching oder mit dem sogenannten Office- oder Praxis-Bleaching aufgehellt werden. Nicht-Vitale Zähne müssen von innen heraus, also in jedem Fall in der Zahnarzt-Praxis gebleicht werden.
Home-Bleaching
Bleaching bequem zuhause
Bei der Methode des Home-Bleaching werden für den Oberkiefer und den Unterkiefer des Patienten Softschienen angemessen und individuell angefertigt. Der Patient füllt diese Schienen zuhause mit Bleichgel und trägt sie pro Anwendung ca. 1 bis 1,5 Stunden. Wichtig: eine längere Tragedauer erzielt keine besseren Ergebnisse, da das Bleichgel nach 1,5 Stunden seine Wirksamkeit verliert.
Der Patient selbst bestimmt die Dauer der Anwendung – je häufiger er Schienen trägt, desto heller wird die Farbe der Zähne.
Vorteile
Die Schienen sind wiederverwendbar, wenn also der Patient nach zwei bis drei Jahren eine Auffrischung wünscht, können die vorhandenen Schienen wieder eingesetzt werden. Außerdem treten beim Home-Bleaching erheblich weniger Hypersensibilitäten als beim Praxis-Bleaching auf. Ebenso hält die Wirkung in der Regel länger als beim Praxis-Bleaching an, das Verfahren ist außerdem kostengünstiger.
Nachteil
Im Vergleich zum Bleaching in der Zahnarzt-Praxis dauert es beim Home-Bleaching deutlich länger, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird.
Aufhellen zuhause
vorher
Die Frontzähne sind deutlich verfärbt, dunkel und gelblich.
nachher
Die Patientin hat das Bleichgel regelmäßig über mehrere Wochen angewandt und dadurch gleichmäßig und langanhaltend aufgehellte Zähne erreicht.
Praxis-Bleaching
Schnell und hochwirksam: Bleaching in der Praxis
Das sogenannte Office-Bleaching erfolgt nicht, wie der Name irrtümlich suggerieren könnte, im Büro des Patienten, sondern in der Zahnarzt-Praxis. Wir nennen es deshalb Praxis-Bleaching. Hierbei trägt der Zahnarzt hochkonzentriertes Bleichgel direkt auf die Zähne auf und aktiviert es mittels UV-Licht oder mittels eines Lasers.
Vorteile
Zahnarzt und Patient könne hier vergleichsweise schnell deutlich sichtbare Ergebnisse erzielen, da das verwendete Bleichgel eine sehr hohe Konzentration (38 Prozent) und somit Wirksamkeit aufweist. Je nach Ausgangsfarbe der Zähne und gewünschtem Ergebnis sind bei dieser Methode 2 bis 4 Sitzungen nötig.
Nachteile
Sehr häufig treten bei den Patienten Hypersensibilitäten auf, das heißt, nach dem Bleaching sind die Zähne sehr empfindlich. Außerdem dunkeln die Zähne schneller wieder nach als beim Home-Bleaching.
Nicht-vitale Zähne, also Zähne ohne oder mit abgestorbener Wurzel, können nur von innen heraus gebleicht werden (Internes Bleichen). Der Zahnarzt bringt hier eine spezielle Bleichsubstanz in den Zahn ein. Diese Methode kann nur bei bereits wurzelbehandelten Zähnen durchgeführt werden, sie dauert 1 bis 4 Wochen.
Das interne Bleichen ist eine minimal-invasive Alternative zum Überkronen von verfärbten, wurzelbehandelten Zähnen und gilt als sehr einfache, sichere und wissenschaftlich anerkannte Methode.
Aufhellen eines dunkel verfärbten Frontzahns
vorher
Der wurzelbehandelte obere Frontzahn zeigte sich stark verfärbt und dunkel.
nachher
Nach internem Bleaching, bei dem der Zahnarzt ein spezielles Bleichmittel direkt in den Zahn einbringt, war die Farbe des Zahns perfekt an die des benachbarten, hellen Frontzahns angeglichen.
Angleichung an den hellen Nachbarzahn
vorher
Wie in Beispiel 1 zeigt sich auch hier der wurzelbehandelte obere Frontzahn verfärbt und dunkel.
nachher
Und auch hier bewirkt das interne Bleaching eine perfekte Angleichung an den hellen Nachbarzahn.
Internes Bleaching und Erneuerung der Füllung
vorher
Der wurzelbehandelte untere Frontzahn ist dunkel verfärbt, die Füllung erneuerungsbedürftig.
nachher
Mit neuer Füllung und nach internem Bleaching ergibt sich hier eine stark verbesserte ästhetische und funktionale Gesamtsituation. Auch die Nachbarzähne wurden einer intensiven Reinigung und einem Praxis-Bleaching unterzogen.
