Wurzelbehandlung

Entzündete Nerven

Eine Wurzelbehandlung (Endodontie) ist immer dann notwendig, wenn der Nerv eines Zahnes so entzündet ist, dass eine Entfernung des Nervs unausweichlich ist. Die Entzündung wird in der Regel durch kariöse Löcher hervorgerufen.

Ein Nerv kann manchmal aber auch absterben, ohne Beschwerden zu verursachen. Dieser Vorgang geht meist mit einer Entzündung an der Wurzelspitze des Zahnes einher und kann eine „dicke Backe“ hervorrufen.

Eine chronische Infektion des Nervs verursacht manchmal erst nach Jahren Beschwerden.

Wurzelkanäle

Ziel der Wurzelbehandlung ist es, die ins Zahninnere vorgedrungenen Bakterien zu beseitigen, den Nerv zu entfernen und die infizierten Kanäle (1 bis 4 Kanäle) zu reinigen und zu desinfizieren. Die Reinigung der Kanalwände erfolgt mechanisch und maschinell mit Wurzelkanalinstrumenten sowie durch desinfizierende Spüllösungen. Um jedoch auch alle Bakterien in den Kanälen vollständig zu beseitigen, ist es manchmal notwendig, zunächst für einige Wochen ein desinfizierendes Medikament in die Kanäle einzubringen.

Danach erfolgt die so genannte Wurzelfüllung, die einen bakteriendichten Verschluss herstellen soll. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Wurzelbehandlung benötigen die oft stark zerstörten Zähne zur Stabilisierung des Zahnes häufig einen Stiftaufbau sowie eine Krone.

Komplikationen

Leider ist es nicht immer möglich, jeden Wurzelkanal bis zur Wurzelspitze exakt abzufüllen, denn die Kanäle können verkalkt oder stark gebogen sein, alte Wurzelfüllungen oder abgebrochene Instrumente können den Wurzelkanal verschließen. Auch nach einer abgeschlossenen Wurzelbehandlung kann es durch verbleibende Bakterien zu einer Entzündung an der Wurzelspitze kommen. Diese Entzündung muss dann durch die Entfernung der Wurzelspitze beseitigt werden (Wurzelspitzenresektion).